Café Ritter Ottakring – Ein Kleinod der Wiener Kaffeehauskultur

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Das Café Ritter Ottakring wurde Anfang Dezember nach nur 6 wöchiger liebevoller  Komplett-Renovierung wieder eröffnet und ist wahrlich ein Kleinod, dem man in jeder Ecke anmerkt, dass Martina Postl, die neue Besitzerin, sich hier  mit Verve und Herzblut ihren Lebenstraum erfüllt hat! Bewusst sanft und behutsam revitalisiert wurde hier der Charme der Wiener Kaffeehauskultur zu neuem Leben erweckt, sowohl was die Einrichtung als auch  das Ambiente und selbstverständlich das Essen betrifft.

Das Frühstück ist exzellent. Der Tee – Aurelia entscheidet sich aus der großen Auswahl an Tees vom Teehaus Demmer für einen grünen Tee –

und hervorragender Kaffee werden sofort serviert. Ich bekomme auch meinen zum Frühstück bevorzugten  geliebten Café Americano – also ein großer Schwarzer, verlängert auf die doppelte Portion in einer extra großen Tasse bzw. Häferl.  ( Das ist nicht selbstverständlich, denn in einigen Lokalen kannten die Kellner das gar nicht – und es ist mir schon passiert, dass dann der doppelte Preis verrechnet wurde also für 2 verlängerte Kaffee … statt ein großer Schwarzer mit heißem Wasser aufgefüllt …  – Sachen gibt’s, die gibt`s gar nicht … ) Dass es auch anders geht, sieht man hier im Café Ritter Ottakring.

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Die Handsemmeln zählen zu den besten, die ich je gegessen habe. Der frisch gepresste Orangensaft, Butter, Milch und Eier sind bio,  – das weiche Ei ist perfekt kernweich, das reine Roggenbrot erinnert an meine Kindheit, als Brot noch Brot war und nicht eine chemische Mischung – und der Schnittlauch am Butterbrot ist frisch ( nicht tiefgekühlt!  – was ja leider immer öfter passiert ).  Alles schmeckt wunderbar – ebenso wie der Schinken vom Fleischhauer Gissinger, dessen Geschäft  ganz in der Nähe auf der Ottakringerstraße liegt.

Auch hier zeigt sich das  konsequent durchgezogene Konzept, dass alle hier  verwendeten  Lebensmittel soweit irgendwie möglich  regional und saisonal sind – und nicht nur das Essen – sondern bei der Renovierung hat die Chefin ausschließlich Handwerker aus der Gegend beauftragt vom Elektriker über den Installateur über den second hand Möbelladen schräg gebenüber, bis hin zum Blumentopf. Konsequent weiter gedacht kommen auch die Zeitungen und Zeitschriften aus der Trafik gegenüber und die aufliegenden Bücher zum Themenkreis „Kaffeehausliteratur“ aus der nahe gelegenen Buchhandlung.

Frühstücken kann man hier übrigens den ganzen Tag, was nicht nur im Fasching und in der Ballsaison sehr angenehm sein kann. Wir sind heute ja auch erst um 13:30 zum Frühstück hier, daher wird rund um uns bereits mittaggegessen. Ein älterer Herr am Nebentisch lobt die Krautfleckern als die besten, die er je gegessen hat. Mit berechtigtem Stolz und Freude erzählt uns Frau Postl, dass die Speisen auf der Karte  alle frisch gekocht werden. Mayonnaise, französischer Salat, gefüllte Eier,  Chutneys, etc. sind hausgemacht. Das Fleisch kommt ebenso wie der Schinken vom Gissinger gegenüber. Wir werden das demnächst sicherlich einmal zum Mittag- oder Abendessen ausprobieren und berichten.

Es gibt auch eine entzückende Spieleckeimg_8406 für die Kleinsten und ein „Kipferlfrühstück“. Das gönnen wir uns noch quasi als Nachtisch.

Fotocredit: Aurelia Littig

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