Frühstück im Café Altenberg beim Karmelitermarkt

Gleich vorweg: Hier im Café Altenberg beim Karmelitermarkt findet man eines der besten Frühstücke, die wir im Rahmen unserer Bloggerinnen-Tätigkeit für http://www.goodmonringvienna.at im Laufe der letzten 1,5 Jahre genossen haben!

Wir wählen ein „Frühstück de Luxe“ und ein „Frühstück Altenberg“

Auf den Punkt gebracht:

  • Hervorragende Qualität aller Zutaten
  • Brot und Gebäck vom Kasses aus dem Waldviertel (schon das spricht für sich!)IMG_9214

 

  • Wirklich frisches, reifes, Obst direkt vom Markt – das so schmeckt, wie es soll!!! Nämlich so, dass man auch mit geschlossenen Augen beim Riechen und Essen erkennt, was man isst! Ebenso der frisch gepresste Orangensaft.IMG_9209
  • Auch der ausgezeichnete Käse ist vom Markt, der Schinken exquisit! alles ist sehr frisch und mit Herz gemacht, jeder bekommt seinen Wunsch erfüllt, das Frühstück  De Luxe gibt es für Vegetarier selbstverständlich ohne Schinken. Sojamilch und lactosefreie Produkte stehen auf Wunsch bereit etc.  Auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Gäste wird flexibel eingegangen.
  • Originell der vegane „Kaviar“ aus Algen.
  • Der Bio-Grüntee wird separat mit einer Kanne heißem Wasser serviert – damit er erstens nicht sofort ins kochende Wasser kommt und man zweitens die gewünschte Ziehzeit selbst bestimmen kann. IMG_9211

Wir sitzen im netten Schanigarten unter großen roten Schirmen, in unmittelbarer Nähe zum Karmelitermarkt , eingetaucht in die besondere Atmosphäre Karmeliterviertels im 2. Bezirk, das ja schon länger unter Kennern als Geheimtipp gehandelt wird und sich zu einem neuen Szene- Viertel entwickelt. Das Lokal selbst wurde in zwei ehemaligen alten Jugendstil-Geschäftslokalen – einem Restaurator und einer Änderungsschneiderei – zusammengelegt. Die Jugendstilelemente an der Fassade sind erhalten – die Einrichtung im Bobo-Hipster-Look  mit Holztischen und – Sesseln fügt sich harmonisch ein. Wieder einmal ein gelungener Beweis dafür, wie nett ein gekonnter Stilmix sein kann.

Ein Besuche hier lohnt sich – definitiv! Und wie mir eine Freundin, die in der Nähe wohnt, erzählt hat: auch alle anderen Mahlzeiten schmecken hier exzellent!

IMG_9205

Wir bedanken uns für die Einladung zum Frühstück!

 

In Kooperation mit http://www.goodmorningvienna.at

Foto Credit: Aurelia Littig

Advertisements

Café Ritter Ottakring – Ein Kleinod der Wiener Kaffeehauskultur

LOGO goddmorningvienna

Das Café Ritter Ottakring wurde Anfang Dezember nach nur 6 wöchiger liebevoller  Komplett-Renovierung wieder eröffnet und ist wahrlich ein Kleinod, dem man in jeder Ecke anmerkt, dass Martina Postl, die neue Besitzerin, sich hier  mit Verve und Herzblut ihren Lebenstraum erfüllt hat! Bewusst sanft und behutsam revitalisiert wurde hier der Charme der Wiener Kaffeehauskultur zu neuem Leben erweckt, sowohl was die Einrichtung als auch  das Ambiente und selbstverständlich das Essen betrifft.

Das Frühstück ist exzellent. Der Tee – Aurelia entscheidet sich aus der großen Auswahl an Tees vom Teehaus Demmer für einen grünen Tee –

und hervorragender Kaffee werden sofort serviert. Ich bekomme auch meinen zum Frühstück bevorzugten  geliebten Café Americano – also ein großer Schwarzer, verlängert auf die doppelte Portion in einer extra großen Tasse bzw. Häferl.  ( Das ist nicht selbstverständlich, denn in einigen Lokalen kannten die Kellner das gar nicht – und es ist mir schon passiert, dass dann der doppelte Preis verrechnet wurde also für 2 verlängerte Kaffee … statt ein großer Schwarzer mit heißem Wasser aufgefüllt …  – Sachen gibt’s, die gibt`s gar nicht … ) Dass es auch anders geht, sieht man hier im Café Ritter Ottakring.

img_8330

Die Handsemmeln zählen zu den besten, die ich je gegessen habe. Der frisch gepresste Orangensaft, Butter, Milch und Eier sind bio,  – das weiche Ei ist perfekt kernweich, das reine Roggenbrot erinnert an meine Kindheit, als Brot noch Brot war und nicht eine chemische Mischung – und der Schnittlauch am Butterbrot ist frisch ( nicht tiefgekühlt!  – was ja leider immer öfter passiert ).  Alles schmeckt wunderbar – ebenso wie der Schinken vom Fleischhauer Gissinger, dessen Geschäft  ganz in der Nähe auf der Ottakringerstraße liegt.

Auch hier zeigt sich das  konsequent durchgezogene Konzept, dass alle hier  verwendeten  Lebensmittel soweit irgendwie möglich  regional und saisonal sind – und nicht nur das Essen – sondern bei der Renovierung hat die Chefin ausschließlich Handwerker aus der Gegend beauftragt vom Elektriker über den Installateur über den second hand Möbelladen schräg gebenüber, bis hin zum Blumentopf. Konsequent weiter gedacht kommen auch die Zeitungen und Zeitschriften aus der Trafik gegenüber und die aufliegenden Bücher zum Themenkreis „Kaffeehausliteratur“ aus der nahe gelegenen Buchhandlung.

Frühstücken kann man hier übrigens den ganzen Tag, was nicht nur im Fasching und in der Ballsaison sehr angenehm sein kann. Wir sind heute ja auch erst um 13:30 zum Frühstück hier, daher wird rund um uns bereits mittaggegessen. Ein älterer Herr am Nebentisch lobt die Krautfleckern als die besten, die er je gegessen hat. Mit berechtigtem Stolz und Freude erzählt uns Frau Postl, dass die Speisen auf der Karte  alle frisch gekocht werden. Mayonnaise, französischer Salat, gefüllte Eier,  Chutneys, etc. sind hausgemacht. Das Fleisch kommt ebenso wie der Schinken vom Gissinger gegenüber. Wir werden das demnächst sicherlich einmal zum Mittag- oder Abendessen ausprobieren und berichten.

Es gibt auch eine entzückende Spieleckeimg_8406 für die Kleinsten und ein „Kipferlfrühstück“. Das gönnen wir uns noch quasi als Nachtisch.

Fotocredit: Aurelia Littig

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Frühstück im Café Museum

LOGO goddmorningvienna

Und wieder sind wir als Bloggerinnen im Dienste von http://www.goodmorningvienna.at unterwegs und diesmal ins berühmte Cafe Museum http://www.cafemuseum.at/ eingeladen. Das Café hält – im schönsten Sinne des Wortes, was der Name verspricht: Ein wunderbares Ambiente im Stil der Wiener Moderne – renoviert und an moderne Vorstellungen angepasst, Lebendige Tradition des berühmtem „Wiener Kaffeehaus“ . Um im Vokabular der Gründungszeit zu sprechen: ein Gesamtkunstwerk!Museum10

Ich kenne das Café Museum seit meiner Studentinnenzeit und habe hier viele Stunden – und Nächte 😉 verbracht – damals besonders mit Freunden, die an der Akademie der Bildenden Künste am Schillerplatz studiert haben, Malerei und Architektur, und dieses Kaffeehaus nicht nur wegen der Nähe zu Ihrer Hochschule geschätzt haben, sondern vor allem auch wegen des besonderen Flairs. Denn die geistige Elite war hier immer präsent. Es gibt wenige Orte in Wien,  wo so zahlreiche Genies verkehrten wie hier.  Seit der Eröffnung im Jahr 1899 waren hier unter anderem die Maler Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, die Schriftsteller Joseph Roth, Karl Kraus, Georg Trakl, Elias Canetti, Hermann Broch, Robert Musil und Leo Perutz, die Komponisten Alban Berg, Franz Lehar und Oscar Straus sowie die Architekten Otto Wagner und Adolf Loos, der die erste Inneneinrichtung entwarf, zu Gast.

Diese wurde aber  im Jahr 1931 von einer neuen, von Josef Zotti entworfenen Inneneinrichtung abgelöst. Dieses Interieur wurde im Jahr 2003 aus dem Kaffeehaus entfernt und durch Repliken der ursprünglichen Loos-Einrichtung ersetzt. 2010 als Berndt Querfeld – aus der berühmten Wiener Kaffeehaus Dynastie –  das Café Museum übernommen hat, ließ er die Einrichtung aus dem Jahr 1931, die bei weitem gemütlicher war als die puristisch harten Bugholzsessel von Adolf Loos,  Josef Zottis Inneneinrichtung mit Logen und Bänken in neuem Glanz wieder auferstehen..Fantastisch!

Es regnet – und was gibt es Gemütlicheres als an einem Regentag im Kaffeehaus zu frühstücken, in Erinnerungen an die Studentenzeit zu schwelgen, alte  Gespräche über „Ornament und Verbrechen“ und den „Goldenen Schnitt“ im Ohr,  Zeitungen und Zeitschriften zu lesen – die wie es sich für ein Wiener Traditionskaffee gehört in reicher Auswahl bereit liegen – und zu genießen! 🙂 Museum1Museum2

Wir werden zuvorkommend empfangen und an einen sehr angenehmen Logentisch in der Fensternische mit Blick auf den Karlsplatz begleitet. Aus der wunderbaren Frühstückskarte  wählen wir ein fantastisches Rührei mit Tomaten und Paprika, es wird weich und sämig und hervorragend gewürzt serviert – und ein Egg Benedict (wieder einmal 😉 ) mit Avocado, – auch dieses ist hervorragend zubereitet mit angenehmer Schärfe.Museum11Museum9

Wunderbares Handgebäck in unterschiedlichen Formen

Museum6

Auch wenn die Portionen reichlich sind – man kann ein Haus der Familie Querfeld nicht verlassen, ohne Mehlspeisen gegessen zu haben! Museum7 Museum5

Das Beeren-Stanitzerl geht noch zu zweit – wir teilen! und weil wir zu Hause noch einen Gast haben, der leider terminlich verhindert war mit uns zu frühstücken, nehmen wir noch eine Trüffeltorte , ein Schockomousse-Törtchen und eine Topfen-Himbeer-Torte mit… Museum8Himmlisch, dass wir unseren Genuss noch wiederholen können am Nachmittag bei einer gemütlichen Jause. Doppelter Genuss.

Das kann ich übrigens jedem nur empfehlen: Die hervorragenden Torten und Mehlspeisen „über die Gasse“ (wie es in Wien so schön heißt) – mitzunehmen, auch wenn einem dann die wunderbare Wiener Kaffeehaus Atmosphäre entgeht. Denn das macht ja gerade das Wiener Kaffehaus aus: Sitzen so lange man möchte, alleine oder in Gesellschaft, Zeitung lesend oder Menschen beobachtend…. ohne gedrängt zu werden, weil der Tisch frei werden muss. DAS ist Wiener Kaffeehauskultur! Darüber demnächst mehr!

Danke an Irmgard Querfeld für diese Einladung!